Grundig-Diktiergerät komplett in Franken produziert

Produzieren in Franken: Grundig-Chef Roland Hollstein (Mitte) mit Michael Stelzer (STEWO) und Holger Findeiß (FOKUTEC).

Produzieren in Franken: Grundig-Chef Roland Hollstein (Mitte) mit Michael Stelzer (STEWO) und Holger Findeiß (FOKUTEC).

Bayreuth – Es hat ein bisschen was vom iPhone-Effekt: Ist das das Neue von Grundig? Darf ich mal gucken? Das neueste Diktiergerät der Bayreuther Grundig Business Systems GmbH hat seine Fans.

Das „Digta 7″ wird komplett in Franken – im Umkreis von 100 Kilometern um Bayreuth – hergestellt.

Seit November begleitet ein Exemplar die FZ-Redaktion bei Interviews. Es ist ein wenig größer als ein iPhone, liegt aber besser in der Hand und möchte von fast jedem Gesprächspartner mal angefasst werden.

Erstaunlich, dieses Interesse, verfügen doch heutzutage Mobiltelefone und Musikspieler ebenfalls über Aufnahmefähigkeiten – Menschen, die viel zu sagen haben, ziehen ein „richtiges“ Diktiergerät offenbar trotzdem vor.

Die Produktion des „Digta 7“ im Grundig-Werk Bayreuth.

Die Produktion des „Digta 7“ im Grundig-Werk Bayreuth.

Verständlich: Das „Digta 7″ lässt sich intuitiv bedienen. Diktat – speichern -löschen, alles ist höchst simpel angelegt. Aber auch Aufgaben wie das Hinzufügen weiterer Aufnahmen zu einem vorhandenen Diktat lassen sich unkompliziert erledigen. Der Schiebeschalter kann individuellen Gewohnheiten angepasst werden.

Eine Fähigkeit des „Digta 7″ freut nicht nur das Kind im Manne, sondern auch Sprecher, die oft unterwegs sind: Das Gerät kann Aufnahmen versenden, zum Beispiel an Smartphones von Blackberry. Und via Bluetooth „spricht“ es auch mit dem Personal Computer. Grundig ist der weltweit erste Hersteller, der ein Diktiergerät mit dieser Funktion anbietet.

Mit dieser Ausstattung, technischen Extras und einem Preis ab etwa 550 Euro wendet sich die Premiumversion des „Digta 7″ in erster Linie an Diktierprofis, etwa Anwälte, Mediziner und Steuerberater. Aber auch in Kreativberufen und überall, wo Sprache beziehungsweise Hören eine Rolle spielt, lässt sich das Gerät zur Workflow-Unterstützung sinnvoll nutzen. Zur Digta-7-Serie gehört eine umfangreiche Softwareausstattung, auch Spracherkennung wird unterstützt.

Die Aufnahmequalität ist dank zweier Mikrofone hervorragend: Sogar im Audimax, dem größten Hörsaal der Universität, lieferte unser Testgerät gut verständliche Texte. Der Hersteller verspricht: Bei einem Sturz sichert das Gerät automatisch alle Diktate. Ehrlich: Zum Fallenlassen ist es zu schade, das haben wir nicht getestet.

Norbert Heimbeck

Info: www.grundiggbs.com

Fränkische Zeitung