anwaltDas neueste Diktiergerät von Grundig Business Systems GmbH ist ein echter Franke. Ein regionales Fertigungskonzept setzte sich gegen 17 Wettbewerber durch und glänzt durch Flexibilität und kurze Wege.

Die Produktion des „Digta 7“ vollzieht sich einem Umkreis von nur 100 Kilometern rund um Bayreuth und ist das Ergebnis einer Kooperation zweier regionaler Unternehmen. Die STEWO Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG aus Helmbrechts, Betrieb für Werkzeugbau und Kunststoffverarbeitung, sowie Fa. FOKUTEC aus Selb, spezialisiert auf Projektmanagement und Oberflächentechnologie, arbeiten seit 5 Jahren erfolgreich zusammen. Bei einem gemeinsamen Messeauftritt im Jahr 2009 kamen Michael Stelzer (STEWO) und Holger Findeiß (FOKUTEC) in Kontakt mit Grundig Business Systems, erhielten die Ausschreibungsunterlagen und letztlich den Zuschlag. Digta 7 ist das bislang umfangreichste Produkt der Kooperation.

Nur acht Monate vergingen von der Auftragsvergabe bis zur Serienreife, was bei einem Projekt mit über 50 Einzelteilen und einem hohen Abstimmungsbedarf beachtlich ist, schließlich benötigte das Vorgängermodell wesentlich länger für denselben Anlauf. Für das Digta 7 entstanden in Helmbrechts und Selb insgesamt 45 Spritzgießwerkzeuge, um Ladeschale, Gehäuse, Schiebeschalter, Tasten, Lichtleiter, Displayfenster und vieles mehr zu fertigen. Die Teileproduktion erfolgt komplett in Helmbrechts, wo STEWO mit rund 150 Mitarbeitern eine moderne Kunststoffverarbeitung unterhält. Danach schlägt die Stunde der Oberflächenfachleute
von Fa. FOKUTEC.

Kleinteile werden galvanisiert und bei einem Beschichtungspartner in Schwaig bei Nürnberg erhalten die Gehäusekomponenten des Handgerätes und der Ladeschale ihren schwarzen Lacküberzug. Das Diktiergerät ist in mehreren Ausstattungsvarianten erhältlich und oberflächentechnisch bedeutet dies: Standard-Schwarz oder die „High End“-Version mit einer handschmeichelnden, weil weichen „Soft Touch“-Hülle. Beide Lackversionen mussten im Glanzgrad exakt aufeinander abgestimmt werden, um optisch zur Ladestation zu passen. Hinzu kommen hohe Anforderungen an die Oberflächen- und Lackeigenschaften. Zurück in Helmbrechts werden die Diktiergeräte bedruckt und vormoniert. Mit eingeklebtem Displayfenster (ebenfalls bedruckt) gelangen sie dann nach Bayreuth, wo Grundig Business Systems das elektronische Innenleben fertigt und einbaut. Von hier aus erfolgt der weltweite Vertrieb.

Mit seinen eher hochpreisigen Produkten wendet sich Grundig Business Systems an qualitätsorientierte Anwender, die Robustheit, Langlebigkeit und zurückhaltendes Design schätzen. Das Digta 7 wird deshalb ausschließlich über Fachhandelspartner vertrieben. Vor allem Rechtsanwälte, Ärzte und Übersetzungsbüros gehören zu den Kunden und zeigen sich für die Werbung mit „Made in Germany“ empfänglich.

Ausschlaggebend für die Auftragsvergabe an die oberfränkische Kooperation waren die kurzen Wege bei den Entwicklungs- und Abstimmungsprozessen, die erhöhte Flexibilität und die kurzen Transportwege. Letztere sorgen dafür, dass Grundig Business Systems keinen großen Lagerbestand vorhalten muss, weil bei Bedarf kurzfristig produziert und geliefert werden kann. Auch Änderungen wie die geplanten neuen Farbvarianten lassen sich schnell persönlich besprechen und abstimmen. Das Frankenteam aus Kunden und Lieferanten harmoniert. Vielleicht auch bei weiteren Projekten.